Arbeit gesund, sicher und mitbestimmt gestalten: Wie ist vorzugehen?

Mitbestimmung des Betriebsrats bei der Gefährdungsbeurteilung

Themen und Inhalte:

Seit 1996 ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung für alle bestehenden Gesundheits- und Unfallgefahren am Arbeitsplatz durchzuführen (ArbSchG §5). 2013 wurde das Gesetz noch einmal präzisiert, die psychischen Belastungen wurden explizit aufgenommen. Ziel ist eine menschengerechte Arbeitsgestaltung.

Viele Vorschriften im Arbeits- und Gesundheitsschutz erwecken durch offene Formulierungen den Eindruck der Beliebigkeit. Dies ist jedoch ein fundamentales Missverständnis. Denn gerade dadurch gibt der Gesetzgeber bewusst der Interessenvertretung Spielräume der Ausgestaltung.

Der Schlüssel ist eine wirkungsvolle Gefährdungsbeurteilung. In vielen Betrieben wird diese jedoch nicht oder nur oberflächlich umgesetzt. Auch die Interessenvertretung erkennt oft nicht die Möglichkeiten, die eine wirkungsvolle Gefährdungsbeurteilung bietet. Dabei besitzt der Betriebsrat ein Initiativrecht zur Einführung und starke Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Gestaltung.

Im Seminar werden die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen und die einzelnen Schritte zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung thematisiert.
  • Definition Gefährdungsbeurteilung
  • Rechtliche Grundlagen
  • Aufgaben des Arbeitgebers
  • Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer/-innen
  • Handlungs- und Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrates
  • Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen
  • Dokumentation der Maßnahmen
Dein Nutzen als Betriebsrat
Du kennst die gesetzlichen Grundlagen für die Gefährdungsbeurteilung und die relevanten Gefährdungs- und Belastungsfaktoren. Du hast einen Überblick beim Erkennen von Gefährdungspotenzialen und weißt, wie eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und effektiv umzusetzen ist.

Freistellung nach § 37.6 BetrVG und § 96.4 SGB IX

Referenten/innen: